Häufige Fragen zum BARFen mit Hunden

Was bedeutet BARF?

Unter BARF versteht man die Fütterung mit Rohfleisch. Der Begriff kommt ursprünglich aus dem Amerikanischen und bedeutet „bones and raw food“. In Deutschland wurde die Abkürzung BARF dann wie folgt interpretiert: „biologisch artgerecht roh füttern“ oder „biologisch artgerechtes rohes Futter“. BARF ist keine neue Erfindung oder ein Trend in der Tierfütterung. Es ist eine Besinnung auf die natürliche Ernährung des Hundes und der Katze, bevor es Fertigfutter gab.

Warum ist die Rohfleisch-Fütterung für Hunde und Katzen so gesund?

Wir orientieren uns mit unseren BARF-Produkten an den ursprünglichen und natürlichen Bedürfnissen von Hunden und Katzen. Der Wolf ist genetisch der Vorfahre des Hundes – die Falbkatze der Vorfahre der heutigen Hauskatze. Nach wie vor zählen beide Tierarten zu den Fleischfressern. Daher ist rohes Fleisch die ideale Grundlage einer artgerechten Ernährung für Katzen und Hunde. Um den Tieren eine ausgewogene Ernährung mit allen Nährstoffen zu bieten, sollte das Fleisch durch püriertes Gemüse, Obst und Öle ergänzt werden. Unsere Futterpyramiden, die wir sowohl für Katzen als auch für Hunde erstellt haben, geben Aufschluss darüber, in welchem Verhältnis was gefüttert werden soll. Sie finden alles, was Sie brauchen, in unserem gut sortierten Barf-Shop.

Wie wird das Fleisch am besten aufgetaut?

Sie können die Tagesration für den nächsten Tag abends gefroren in den Napf geben und über Nacht auftauen lassen. Wenn es schnell gehen soll, können Sie auch den geöffneten Beutel in ein warmes Wasserbad legen. Am besten ist es, wenn das Barffleisch nicht mehr eiskalt ist. Kühlschranktemperatur ist ok, besser ist aber Raumtemperatur. Wichtig ist nur, dass das Barffleisch beim Auftauen „atmen“ kann.

Das Fleisch ist angetaut angekommen. Kann es wieder eingefroren werden?

Sie können das Barffleisch aus unserem Barf-Shop tatsächlich wieder einfrieren und müssen es nicht wegschmeißen. Schön ist das natürlich nicht, aber es ist nicht gesundheitsschädlich. Wichtig ist: War das Barffleisch komplett aufgetaut (angetaut ist gar kein Problem, weil es von innen heraus noch genug Kälte hat), darf die Verpackung nicht aufgebläht sein. Sie sollte sich immer noch „kühlschrankkalt“ anfühlen. Wird das Barffleisch in einem geschlossenen Beutel warm, haben Bakterien, die keinen Sauerstoff benötigen, Platz zur Ausbreitung und produzieren Gase, die den Beutel aufblähen lassen. Das Fleisch sollten Sie dann bitte nicht mehr verfüttern.

Wie lang kann aufgetautes Fleisch im Kühlschrank gelagert werden?

Das aufgetaute Fleisch aus unserem Barf-Shop können Sie 2 – 3 Tage im Kühlschrank lagern. Wichtig ist nur, dass das Fleisch atmen kann. Es sollte also nicht luftdicht verschlossen im Kühlschrank gelagert werden. Am besten legen Sie es in eine größere Schale oder ein Gefäß ohne Plastikverpackung.

Solange das Fleisch nicht übel riecht (außer Pansen/Blättermagen – die beiden riechen nach 2 Tagen schon etwas sehr streng) oder sich von der Farbe sehr verändert, ist das Fleisch in Ordnung. Auch wichtig: Barffleisch am Stück oder in größeren Stücken hält sich länger als gewolftes Barffleisch. Das hängt einfach damit zusammen, dass das gewolfte Fleisch viel mehr „Angriffsfläche“ für Bakterien und Luft bietet.

Können auch nur die BARF-Menüs gefüttert werden? Sind sie ein Alleinfuttermittel?

Natürlich können Sie Ihrem Tier auch eines unserer fertigen BARF-Komplettmenüs füttern. Wir bieten Ihnen hier eine große Auswahl an verschiedenen Menüs in unserem Barf-Shop an. Hier müssen Sie lediglich die tägliche Futtermenge Ihres Tieres ausrechnen. Einen Rechner dafür finden Sie hier.

Die Barf Komplett-Menüs enthalten alle Komponenten in der klassischen Aufteilung nach Swanie Simon. Allerdings sind sie kein Alleinfuttermittel, sondern ein Ergänzungsfuttermittel, so dass noch folgende Ergänzungen hinzu gefüttert werden müssen:

Bitte geben Sie täglich Öl über das Fleisch. Als Basisöl ist unser Lachsöl ideal, da der Fleischfresser die Omega-3-Fettsäuren besser aus einer tierischen, als aus einer pflanzlichen Quelle verstoffwechseln kann. Pflanzliche Öle, wie zum Beispiel das BARFGOLD-Hanföl, dürfen gerne ergänzend zugefüttert werden. 

Ein rohes Ei darf in der Woche gern 2 – 3 mal ohne Schale mit in den Napf gegeben werden. Genauso oft versorgt Dorschleberöl (oder alternativ die Verfütterung von Seefisch) den Körper mit Vitamin D. Und unser Seealgenmehl liefert wertvolles Jod.

Eine Prise Himalayasalz 2-3 mal pro Woche über das Futter rundet die Mineralienversorgung ab.

Kurweise kann man weitere Ergänzungsfuttermittel füttern, wenn es gesundheitliche Probleme gibt. Hierfür sprechen Sie uns gerne an!

Wie viele verschiedenen „Beutetierarten“ sollte ich füttern?

Wir empfehlen 2 – 3 verschiedene Fleischsorten zu füttern. Wenn Sie z.B. Rind, Huhn und Lamm füttern, bieten Sie Ihrem Tier ausreichend Abwechslung und es bekommt Fleisch von unterschiedlichen Beutetieren mit unterschiedlichen Nährstoffgehalten. Hühnerfleisch und Putenfleisch unterscheiden sich vom Nährstoffgehalt nur wenig. Daher macht dort ein Wechsel zwischen den Sorten wenig Sinn. Sollte es aber aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sein, mehrere Tierarten zu füttern, dann ist das auch in Ordnung und schadet Ihrem Tier nicht. Mag Ihre Katze gerne Fisch, runden wir damit ihren wöchentlichen Speiseplan gerne ab und sorgen so für die nötige Abwechslung. sie finden alles, was Sie zum Barfen brauchen in unserem BARF-Online-Shop.

Barfen im Urlaub: Worauf muss ich achten?

Barffleisch gefroren mitnehmen

Das Barfen im Urlaub ist überhaupt kein Problem. Sie können das Barffleisch für Ihren Hund in einer guten isolierten Kühlbox transportieren und mit in den Urlaub nehmen. Auch, wenn Sie nur eine gewöhnliche Kühlbox benutzen, reicht die fürs Barfen im Urlaub völlig aus. Denn das Barffleisch braucht darin oft Tage, bis es vollständig aufgetaut ist. Ein breite Auswahl an hervorragendem Barffleisch finden Sie natürlich bei uns im BARF-Shop.

Barfen im Urlaub mit Rinderhack

Sollte Ihnen vor Ort das Barffleisch ausgehen, ist es auch in Ordnung, wenn Sie im Supermarkt oder beim Metzger günstiges Rinderhack zum Barfen kaufen. Das Fleisch können Sie dann zum Beispiel zusammen mit geraspelter Möhre an Ihren Hund verfüttern. Beim Barfen im Urlaub können Sie das Rinderhack durchaus ein paar Tage zur Überbrückung füttern, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Ein Mangel oder eine Über- bzw. Unterversorgung tritt so schnell nicht auf. Wenn Sie auch im Urlaub barfen, ist es im Notfall sogar okay, wenn Sie Ihrem Hund für die kurze Zeit mit gekochter Nahrung versorgen. Allerdings sollten Sie dabei immer im Hinterkopf haben, dass Ihr Hund dann wieder öfter „groß“ muss.

Barfen im Urlaub mit Trockenbarf

Eine weitere Futter-Alternative für das Barfen im Urlaub ist das Füttern von Trockenbarf für Hunde. Trockenbarf lässt sich auch im Urlaub wunderbar mitnehmen und nimmt nur einen Bruchteil des Platzes sowie des Gewichts von Frischfleisch ein. Damit ist es auch ideal für Trecking- oder Wandertouren geeignet. Bedenken Sie aber, dass Trockenbarf relativ wenig Fett enthält. Deshalb sollten Sie bei sehr aktiven Hunden oder besonders fordernden Touren darauf achten, zusätzliches tierisches Fett zu füttern. Trockenbarf können Sie beim Barfen im Urlaub idealerweise mit Gemüse, Obst, Kräutern und Calcium kombinieren und das Ganze in etwas Wasser einweichen. Fertig ist die Barf-Mahlzeit für das perfekte Barfen im Urlaub! Schauen Sie sich gerne in unserem BARF-Shop um, dort finden Sie Trockenbarf für Ihren Hund in vielen verschiedenen Sorten.

 

Können Fertigfutter und frisches Fleisch gemischt werden?

Besser nicht. Denn beide werden unterschiedlich schnell verdaut. Fertigfutter braucht länger als rohes Fleisch. Es kann zu Blähungen und Verstopfungen sowie anderen Verdauungsstörungen kommen. Wenn Sie beides füttern möchten, dann bitte getrennt voneinander. Zum Beispiel morgens das Fertigfutter und abends das rohe Fleisch.

Muss ich die Ration meines Tieres aufs Gramm genau ausrechnen und täglich füttern? 

Beim Berechnen der Gesamtfutterration ist es wichtig, die prozentuale Verteilung der verschiedenen Komponenten (Muskelfleisch, Pansen, Innereien, Knochen, Obst und Gemüse) einzuhalten. (Link zu Futterrechner)

Sie müssen nicht jede Ration aufs Gramm genau abwiegen. Es ist wichtig, dass Ihr Tier über einen Zeitraum von z.B. 14 Tagen alle Komponenten in ausreichender Menge bekommt. Ein grammgenaues Abwiegen ist auch beim Mischen Ihrer Futterration nicht erforderlich. Wenn Sie z.B. ausgerechnet haben, dass Ihr Vierbeiner 263 g Pansen pro Woche bekommen sollte, ist es nicht erforderlich, genau diese Menge zu füttern. Ein Wert zwischen 250 und 300 g ist ausreichend. Sie können also gerne mal auf- bzw. abrunden.

Kann ich meinen Vierbeiner auch BARFen, wenn er krank ist?

Ja! Sie können Ihr krankes Tier auf jeden Fall BARFen. Oft ist dies auch die einzige Möglichkeit, die einem dann noch bleibt. Denn bei bestimmten Krankheiten, wie z.B. Allergien, Niereninsuffizienz, Gelenkserkrankungen oder auch Futtermittelunverträglichkeiten, ist BARFen die einzige Alternative, das Tier gesund und artgerecht zu ernähren. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Fragen haben (siehe rechts). Sie finden alles, was Sie zum Barfen brauchen, in unserem Barf-Shop.

Welches Gemüse und  Obst, Kräuter und Nüsse kann ich meinem Hund füttern?

Artgerechte Ernährung für den Hund heißt, Fleisch und pflanzliche Nahrung sollten im ausgewogenen Maße gefüttert werden, so naturbelassen (roh und unerhitzt) wie möglich.

Die Zusammenstellung von Gemüse und Obst sind wichtige Bestandteile der Hundeernährung. Große Stücke können vom Hund nicht verdaut werden. Damit der Hund Gemüse und Obst verwerten kann, sollte es roh wie ein Smoothie püriert oder leicht gedünstet werden, damit die Zellulose aufgespalten wird.

Gemüsesorten, die Sie füttern können:

Karotten, Zucchini, Sellerie, Pastinake, Wurzelpetersilie, Schwarzwurzeln, Rote Beete, Süßkartoffeln, Topinambur, Fenchel, Gurken, Feldsalat, Eichblattsalat, Lollo Rosso, Brokkoli.

Tomaten (nur reif!), Knoblauch und Bärlauch sollten nur selten gefüttert werden.

Obst:

Apfel, Birne, Aprikosen, Pfirsich, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Melonen, Pflaumen/ Zwetschgen, Nektarinen, Ananas, Papayas, Bananen, Feigen, Granatapfel, Kaki/Sharon, Erdbeeren, Mirabellen.

Nicht gefüttert werden sollten:

Avocados, Auberginen, rohe Bohnen, rohe Kartoffeln, Zwiebeln, Hülsenfrüchte, Rettich, Quitten, Holunderbeeren, Artischocken, Erbsen.

Kräuter: Als Kur ab und an pro Woche (muss nicht täglich sein)

Brennnessel, Dill, Borretsch, Gänseblümchenblätter, Gräser, Klee, Brunnenkresse, Löwenzahn, Malven, Petersilie, Schafgarbe, Spitzwegerich, Vogelmiere, Giersch, Hagebutten, Alfalfa, Brombeerblätter, Salbei, Zitronenmelisse, Sauerampfer, Minze, Basilikum.

Nüsse:

Ab und an gemahlen im Napf sind sie sehr gesund (kleine Menge: 30 kg Hund 1TL am Tag)

Mandeln, Erdnüsse, Haselnüsse, Cashewkerne, Kokosnuss, Paranüsse, Pekannüsse, Walnüsse, Kürbiskerne, Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne. Sie bekommen vieles davon auch in unserem BARF-Shop.

Warum muss Gemüse roh geraspelt/püriert oder gedünstet werden?

Hunde haben ein zu kurzes Verdauungssystem und es ist nicht zur Verdauung von Zellulose (pflanzliche Zellwand) ausgelegt. Um pflanzliche Nahrungsmittel verdauen zu können, müssen wir es „vorverdauen“ indem wir die Zellwand zerstören. Erinnern wir uns an den Wolf: Der frisst den vorverdauten Mageninhalt des Beutetieres mit.

Mein Hund will einfach kein Gemüse, bzw. er verträgt es nicht. Was nun?

Hunde, die kein Gemüse mögen oder es nicht vertragen, können als Ersatz ballaststoffreiche Alternativen bekommen, zum Beispiel Flohsamenschalen. Die haben im Vergleich zum Gemüse einen sehr hohen Ballaststoffgehalt, so dass es ausreicht, einen halben Tee- oder Esslöffel täglich zu füttern – je nach Größe des Hundes.

Welche Knochen darf ich und warum muss ich sie füttern?

Roh (!) dürfen alle nicht tragenden (z.b. Röhrenknochen) Knochen als Rohfleischknochen-Komponente gefüttert werden. Auch Knochen von Geflügel oder die Gräten vom Fisch sind erlaubt. In erhitzter Form, sei es durch Trocknen, Kochen, Braten etc., verlieren Knochen und Gräten ihre Flexibilität und werden dadurch splittrig und brüchig. Der erste Knochen eines Welpen sollte übrigens so groß sein, dass er ihn nicht schlucken kann, damit er lernt, auf ihn zu kauen. Ob beim Welpen oder beim erwachsenen Hund: Als ersten Knochen am besten einen mit hohem Knorpelanteil nehmen, weil er dann nicht so hart ist (z.B. Knorpelscheiben, Hühnerhälse, Hühner- oder Entenrücken).  Knochen liefern viel Gutes (wie z.B. Calcium) für die eigenen Knochen des Hundes. Durch ihren knorpeligen Anteil sind sie auch sehr gut für die Gelenke und die Gelenksschmiere. Ein perfekter RFKnochen besteht aus 50 % Knochen und 50 % Fleisch, Fett sowie Knorpel, Werte, die z.B. unser Kalbsbrustbeinknochen schon fast erfüllt.

Mein Vierbeiner mag Fisch sehr gern. Darf er ihn?

Ja! Fisch ist leicht verdaulich und liefert unter anderem Omega-3-Fettsäuren. Sie sind die „Gegenspieler“ der Omega-6-Fettsäure und gleichen die negativen Seiten der Omega-6-Fettsäure aus. Außerdem enthalten die fetteren Seefischarten wichtiges Vitamin D.

Was ist mit Getreide?

Getreide sollte eher nicht gefüttert werden. Denn Kohlenhydrate können Katzen nicht verwerten. Sie belasten die Bauchspeicheldrüse, die dann auf Hochtouren Amylase produziert, um die Stärke zu spalten. Amylase ist ein Enzym, das die Katzenbauchspeicheldrüse eigentlich kaum produziert, noch weniger als es beim Hund der Fall ist. Daher würden wir mit viel Getreide (auch Reis, Kartoffeln) die Bauchspeicheldrüse nur unnötig stressen. Das kann dann auch schon mal in einer Pankreasinsuffizienz enden und eine Diabetes auslösen. Allerdings dürfen die 5 % Ballaststoffe für die Katze durchaus aus Dinkelflocken bestehen. Eine Maus frisst ja auch Getreide. Aber mehr sollte es im Napf einer Katze nicht sein.

Futterumstellung Hund und Katze: Lieber schnell oder langsam?

Die Futterumstellung dauert nicht länger als 4 Wochen

Grundsätzlich ist es so, dass die Futterumstellung bei Hund und Katze weitgehend übergangslos erfolgen kann. Nach ingesamt 4 Wochen sollten sich Hund und Katze vollständig an die Futterumstellung gewöhnt haben. Am längsten dauert die Futterumstellung, wenn zuvor nur mit Trockenfutter gefüttert wurde. Kein Wunder, denn Trockenfutter enthält so gut wie keine Feuchtigkeit und hat eine wesentlich längere Verdauungszeit. Schneller klappt die Futterumstellung von Hund und Katze, wenn zuvor Nassfutter gefüttert wurde, denn das ähnelt dem Barf-Futter von der Konsistenz schon eher. Erstklassiges Barffleisch für die Futterumstellung Ihres Vierbeiners finden Sie bei uns im BARF-Shop. Schauen Sie sich doch mal um!

Futterumstellung Hund und Katze bei empfindlichem Magen

Ist Ihr Vierbeiner eher empfindlich veranlagt, empfiehlt es sich, die Futterumstellung zunächst mit mehreren kleinen Portionen am Tag durchzuführen. Das erleichtert Hund und Katze die Verdauung.  Sollte sich der Kot durch die Futterumstellung in den ersten Tagen etwas verdünnen, ist das kein beunruhigendes Zeichen, sondern zeigt, dass sich die Darmflora auf die natürlichen und lebensnotwendigen Bakterien einstellt. Die Darmflora benötigt dafür ein paar Tage Zeit. Was Sie bei der Futterumstellung von Hund und Katze nicht machen sollten, ist das Barf- mit dem Fertigfutter zu mischen. Davon bekommen die meisten Tiere Probleme mit ihrer Verdauung. Gerade wenn Ihr Vierbeiner etwas empfindlich veranlagt ist, sollten Sie die Futterumstellung zunächst mit eher fettarmem Barffleisch angehen. Geflügel, Lamm oder Ziege eignen sich hier sehr gut. Die passende Auswahl an magerem Barffleisch finden Sie bei uns im BARF Online-Shop.

Welche Leckerlis kann ich bei BARF füttern?

Als Leckerlis eignen sich zum Beispiel Käse- oder Wurststückchen, aber auch selbst gebackene Kekse. Alternativ können Sie sich natürlich auch gerne bei uns im Shop umschauen. Wir bieten Ihnen jede Menge Goodies und Leckereien für Ihren Vierbeiner an. Alle unsere Trockenprodukte stellen wir selbst her. Sie enthalten keinerlei Zusatzstoffe.

Was Sie bei Leckerlis immer beachten sollten: Leckerlis müssen bei der Gesamtfuttermenge Ihres Tieres berücksichtigt werden. Sonst landen sie schnell auf der Taille Ihres Tieres 😉

Ab wann darf mein Vierbeiner Fleisch fressen?

Unmittelbar nach der Muttermilch darf Ihr Vierbeiner ganz wie in der freien Natur mit Fleisch gefüttert werden. Mageres Hühner- oder Rindermuskelfleisch sind ideal für den BARF-Start und werden sehr gut vertragen.

Welches Welpenfutter ist das beste für meinen jungen Hund,

Das beste Welpenfutter ist rohes Fleisch

Wenn es um das beste Welpenfutter geht, sollte man erstmal wissen, dass ein Welpe mehr zu essen bekommt als ein ausgewachsener Hund. Mit dem Barfen von Welpen kann man ca. ab der 5. Woche beginnen. Da Barf die natürliche Ernährung des Hundes widerspiegelt, ist es auch für Welpen die ideale Wahl. Bei noch sehr kleinen Hunden (jünger als 14 Wochen) eignet sich ein Brei aus Barf als bestes Welpenfutter. Bei Welpenfutter ist darauf zu achten, dass das verwendete Fleisch besonders Calciumhaltig ist, da Welpen in der Wachstumsphase ihrer Knochen sowie beim Zahnwechsel darauf angewiesen sind. Euterfleisch sowie Knorpel und Knochen enthalten zum Beispiel viel Calcium. Eher geeignet sind aber Enten- oder  Hühnerhälse, da sie vom Welpen besser gekaut werden können. In unserem BARF-Shop finden Sie alles, was Sie für das beste Welpenfutter benötigen.

Bestes Welpenfutter: die Extraportion Barf

Man sollte außerdem darauf achten, dass der Welpe ca. 6 – 8 % seines aktuellen Körpergewichts als Welpenfutter erhält. Ein ausgewachsener Hund bekommt ca. 2 – 3 % seines Körpergewichts als Futter. Durch diese „Extraportion“ an bestem Welpenfutter auf Barfbasis nimmt der Welpe auch mehr Nährstoffe auf, die er zum Wachsen benötigt. Gerade zu Beginn benötigen die noch jungen Hunde diese Extraportion Energie. Und da ist frisches Fleisch die natürlichste und beste Wahl für den Welpen. Man kann also guten Gewissens sagen, dass Barf in Form von rohem Fleisch als bestes Welpenfutter zu empfehlen ist. Schauen Sie sich gerne im BARFGOLD Barf-Shop um und tun Sie Ihrem kleinen Liebling von Anfang an etwas gutes. Mit bestem Welpenfutter auf BARF-Basis.

Was ist mit meinem Senior oder meinem sehr empfindlichen Hund? Wie stelle ich ihn auf rohes Fleisch um?

Bei einem Senior oder empfindlichen Hund geht man etwas langsamer an die Umstellung heran. Wir haben gute Erfahrungen gemacht, indem 3 – 4 Tage nur reines gewolftes Muskelfleisch mit einer geraspelten Möhre plus etwas Öl gefüttert wurde. Das bisherige Futter wurde dabei komplett weggelassen. Auch eine Prise bitteres Kraut auf die Futterration gestreut (z.B. Löwenzahn) unterstützt die Verdauung sehr gut, weil es die Produktion der Magensäure anregt. Alternativ geht auch folgende Umstellungsart: Die ersten Tage rohes Fleisch als Leckerli geben und das bisherige Futter wie gewohnt weiterfüttern. Nach drei, vier Tagen wird langsam die Fleischmenge erhöht, z.B. auf eine Handvoll, die man dem Senior zwischendurch und getrennt vom anderen Futter reicht. Anschließend wird die Fleischmenge immer weiter erhöht und in der Menge vom bisherigen Futter abgezogen. Der Zeitraum der Umstellung ist dabei ganz unterschiedlich.

Magenprobleme bei Hund und Katze: Was soll ich füttern?

Magenprobleme bei Hund und Katze am Anfang normal

Rohes Fleisch regt die Produktion der Magensäfte an. Bei Fleischfressen ist das ganz normal. Es entsteht Magensäure, die im Übermaß bei Hund und Katze auch schon mal zu Magenproblemen führen kann. Hinzu kommt, dass plötzlich Bakterien in den Verdauungstrakt gelangen, die dort bisher fremd waren. Darauf reagieren unsere Vierbeiner gelegentlich mit dünnerem Kot, um die bislang fremden Bakterien schnellstmöglich wieder auszuscheiden. Wenn Sie weiter rohes BARF-Fleisch füttern, fängt der Organismus an, sich auf die neue Kost einzustellen. Die Magenprobleme bei Hund und Katze sollten damit verschwinden.

Hund und Katze haben weiterhin Magenprobleme?

Wenn sich die Magenprobleme bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze auch nach längerer Umstellung auf BARF-Fleisch nicht gelegt haben, kann der Fütterungszeitpunkt ein Faktor sein. Vor allem Hunde verbinden bestimmte Tageszeiten oder auch Rituale mit der Fütterung. Wenn Sie also zum Beispiel Ihrem Hund immer pünktlich um 17.00 Uhr nach Feierabend seine Portion BARF bereitstellen und das plötzlich auslassen, kann das schon zu Magenproblemen führen. Denn: Das Tier denkt, jetzt gibt es  Futter, also produziert es Magensäure. Die Folge: Magenprobleme bei Ihrem Hund durch zuviel produzierte Magensäure. Es reicht schon, wenn Sie das Zeitfenster für die Fütterung einfach etwas großzügiger auslegen und zum Beispiel zwischen 17 und 21 Uhr füttern. Eine einfache Maßnahme gegen die Magenprobleme durch Übersäuerung.

Magenprobleme bei Hund und Katze: Stress vermeiden

Auch Stress kann bei Hund und Katze zu Magenproblemen führen. Empfindet Ihr Liebling bestimmte Situationen als zu stressig, ist sein Körper in eine Art Alarmbereitschaft versetzt. Die Atemfrequenz erhöht sich, das Schmerzempfinden sinkt, Energie kann blitzschnell bereitgestellt werden. Für etwas so langwieriges wie das Verdauen ist dann einfach keine Zeit und Energie mehr da. Die Magenmuskulatur reagiert verspannt, die Nahrung wird nicht weiter transportiert. Das führt nicht selten auch zu Erbrechen bei Hund und Katze. Stresssituationen sollten Sie also so gut es geht vermeiden, um die Magenprobleme bei Ihrem Hund und Ihrer Katze zu beheben. Ein kleiner Tipp: Etwas Ulmenrinde hilft auch sehr gut, bei Hund und Katze mit Magenproblemen. Probieren Sie es mal aus!

Wie viel muss ich füttern?

Welpen und heranwachsende Hunde bekommen ca. 6 – 8 % ihres aktuellen Körpergewichtes als Tagesration zu fressen. Sie müssen regelmäßig gewogen werden, um die Ration anzupassen. Umso näher er an seine ausgewachsene Größe heranreicht, umso weniger füttert man, so dass schließlich eine Tagesration von ca. 2  -3 % erreicht ist. Dabei verrät uns die Figur des Hundes, ob die Menge passt. Im Idealfall sollten die Rippen zu spüren sein, wenn man den Hund über die Seite streicht. Die Tagesration beinhaltet Fleisch und pflanzliche Teile zusammen. Als Beispiel: Ein 30 kg Hund benötigt bei 2 % 600 g. Diese 600 g bestehen aus ca. 80 – 90 % Fleisch und 10 – 20 % Gemüse. Von Hund zu Hund ist die Menge unterschiedlich. Beginnen Sie mit 2 % beim ausgewachsenen Hund und dann schauen Sie, ob sie mehr oder sogar weniger füttern müssen. Die Rippen verraten es.

Muss ich Zusatzpräparate füttern? Wie z.B. Vitaminpulver?

In der Regel nicht, wenn Ihr Hund alle Fleischkomponente gerne frisst. Hier eine kurze Aufstellung was welche Fleischkomponente als Schwerpunkt  liefert:

Muskelfleisch: Der Lieferant für hochwertige und leichtverdauliche Proteine / ab und an auch mal Fisch (für gesunde Fette und Vitamin D).

Pansen oder Blättermagen: Probiotische Kulturen für die Darmflora sowie Verdauungsenzyme und Ballaststoffe durch das „Grüne“ im Pansen, bzw. Blättermagen, die die Darmtätigkeit anregen und die guten Bakterien im Darm ernähren. 

Innereien: Vitamine (besonders die Leber) und Blut, das Mineralien und Elektrolyte bereitstellt. Aufteilung sollte hier 1/3 Leber und 2/3 Herz sowie Niere, Milz, Lunge zu ungefähr gleichen Teilen sein.

Rohfleischknochen: Calcium, Magnesium, Phosphor und alles Gute fürs Skelett und die Gelenksschmiere (der perfekte RFKnochen besteht aus 50 % Knochen und 50 % Fleisch sowie Fett und Knorpel , ideal z.B. unser Kalbsbrustbeinknochen 1000 g)

Gemüse und Früchte: Weitere Ballaststoffe für die Peristaltik des Darmes und auch Vitamine, Antioxidantien etc. (die Pflanzlichen Teile sollten roh püriert wie ein Smoothie oder in Stücken leicht angedünstet sein, um die Nährstoffe zugänglich zu machen, weil der Fleischfresser Zellulose nicht aufspalten kann.)

Lesen Sie auch gern hier https://barfgold.de/beratung/was-ist-wo-drin/ 

Wenn Ihr Hund etwas nicht mag, wie z.B. die Innereien, dann wäre es sinnvoll, ein Zusatzpräparat zu füttern. Am besten auf natürlicher Basis. Wenn Knochen nicht vertragen werden, kann man diese durch Knochenmehl, Eierschalenpulver und Algenkalk ersetzen.

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FAQ Hund

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Beratung

Bei Fragen zur biologisch artgerechten Fütterung Ihres Vierbeiners können Sie auf uns zählen. Direkt im Team haben wir zwei Ernährungsberaterinnen, Katja Hägedorn und Julia Bretthorst. Sie sind gern für Sie da. Falls die Fragen tiefergehenderer Natur sind, stärken uns und Ihnen das Team des Hofladens unter Frau Simone Bliefernich den Rücken.